Der Tee entscheidet beim Kombucha über zwei Dinge: ob die Kultur gut arbeitet und wie das Getränk schmeckt. Beides hängt an derselben Pflanze, Camellia sinensis, aus der schwarzer, grüner, weißer und Oolong-Tee stammen. Alles andere, Kräutertees, Früchtetees, aromatisierte Mischungen, ist für den Scoby auf Dauer keine Nahrung. Diese Seite ordnet die Teesorten nach Eignung und Geschmack, gibt die Mengen für einen Liter und erklärt, welche Zutaten dem Scoby schaden.
Pro Liter: 3 Teebeutel oder 6 bis 8 g loser Tee, 80 g Zucker, 1 Scoby mit 1 Tasse Starterflüssigkeit aus dem letzten Ansatz, 7 bis 10 Tage bei 20 bis 25 °C. Der Tee wird in kochendem Wasser 10 bis 15 Minuten gezogen, dann kommt der Zucker hinein, dann wird mit kaltem Wasser auf einen Liter aufgefüllt. Erst wenn der Tee lauwarm ist, höchstens 30 °C, kommen Scoby und Starter dazu. Heißer Tee tötet die Kultur.
| Teesorte | Für den Scoby | Geschmack des Kombuchas | Menge pro Liter |
|---|---|---|---|
| Schwarzer Tee | die beste Nahrung, schnelle, sichere Gärung | kräftig, malzig, apfelweinartig | 3 Beutel oder 6 bis 8 g |
| Grüner Tee | gut, etwas langsamer | leicht, grasig, frischer | 3 Beutel oder 6 bis 8 g |
| Schwarz und Grün gemischt | sehr gut, ausgewogen | der Klassiker vieler Brauer | 2 Beutel schwarz, 1 grün |
| Oolong | gut | blumig bis holzig, komplex | 6 bis 8 g |
| Weißer Tee | möglich, langsam | mild, süßlich, wenig Säure | 8 bis 10 g |
| Rooibos | nur gemischt, kein Dauereinsatz | rund, leicht süß | höchstens die Hälfte der Mischung |
| Kräuter-, Früchtetee, Earl Grey | schadet der Kultur auf Dauer | nur in der zweiten Gärung |
Wenn Sie nur eine Sorte kaufen, dann diese. Schwarzer Tee liefert dem Scoby die meisten Stickstoffverbindungen und Mineralien, die Gärung läuft zügig, die neue Scoby-Scheibe bildet sich dick und gleichmäßig. Der Kombucha ist kräftig und dunkel, nach 7 Tagen süßlich-sauer, nach 10 Tagen trocken. Eine einfache Mischung aus dem Supermarkt reicht, Assam oder Ceylon ohne Zusätze. Keine aromatisierten Sorten und kein Earl Grey: Das Bergamottöl schadet der Kultur.
Grüner Tee gibt einen hellen, frischen Kombucha mit weniger Gerbstoffen. Die Kultur arbeitet etwas langsamer, die Scoby-Scheibe wird heller und dünner, das ist normal. Grünen Tee bei 80 °C ziehen lassen statt kochend, sonst wird der Aufguss bitter. Wer vom schwarzen auf grünen Tee wechselt, gibt der Kultur zwei Ansätze zum Umstellen.
Halbfermentierter Tee zwischen Schwarz und Grün. Die Gärung läuft gut, und der Kombucha gewinnt blumige oder holzige Noten, je nach Oolong. Teurer als schwarzer Tee, deshalb eher für einzelne Ansätze als für den Dauerbetrieb.
Der zarteste Aufguss, mit wenig Gerbstoffen und wenig Nahrung für den Scoby. Der Kombucha wird mild und wenig sauer, die Gärung dauert eher 10 als 7 Tage, und die Scoby-Scheibe bleibt dünn. Im Dauerbetrieb schwächt reiner weißer Tee die Kultur; besser mit schwarzem Tee mischen oder alle paar Ansätze einen Ansatz schwarzen Tee einschieben.
Wer Kombucha mit Ingwer, Hibiskus, Minze oder Früchten möchte, macht das nach dem Abseihen: Der fertige Kombucha kommt in eine Bügelflasche, dazu zwei Scheiben Ingwer, 50 g Beeren oder ein Teelöffel getrockneter Hibiskus, 12 bis 48 Stunden bei Raumtemperatur, täglich einmal entlüften, dann kühlen. So bekommt das Getränk Geschmack und Kohlensäure, und der Scoby im Hauptgefäß bleibt bei seinem schwarzen oder grünen Tee.
Das ist auch die Antwort auf die Frage nach Kräuter- und Früchtetees: In der zweiten Gärung sind sie willkommen, als Basis nicht.
Für die Kultur spielt die Form keine Rolle: 3 Beutel entsprechen 6 bis 8 g losem Tee. Loser Tee ist meist günstiger und lässt sich mischen. Teebeutel sind bequem, aber manche enthalten Aromen oder sind aus Material, das sich in zehn Tagen Säure nicht bewährt, deshalb werden sie nach dem Ziehen entfernt und nicht im Ansatz gelassen.
Bio oder nicht ist Ihre Entscheidung, nicht die des Scobys. Was zählt, ist ein Tee ohne Aromen, Öle und Zusätze. Ein einfacher schwarzer Tee ohne Zusätze ist dem Scoby lieber als eine teure Mischung mit Orangenschale.
Schwarzer Tee ohne Zusätze. Die beste Nahrung für den Scoby, eine sichere Gärung und ein kräftiger Kombucha. Die Mischung aus zwei Beuteln schwarz und einem grün ist der Klassiker vieler Brauer.
3 Teebeutel oder 6 bis 8 g loser Tee, mit 80 g Zucker, 1 Scoby und 1 Tasse Starterflüssigkeit, 7 bis 10 Tage bei 20 bis 25 °C.
Ja. Der Kombucha wird heller und frischer, die Gärung etwas langsamer, die Scoby-Scheibe dünner. Grünen Tee bei 80 °C ziehen lassen, und der Kultur beim Wechsel zwei Ansätze Zeit geben.
Als Basis nicht auf Dauer: Sie enthalten keine Teepflanze, und der Scoby wird nach wenigen Ansätzen schwach. Gemischt mit schwarzem Tee zur Hälfte geht es, pur nur in der zweiten Gärung.
Wegen des Bergamottöls. Ätherische Öle legen sich auf die Kultur und bremsen die Gärung. Das gilt für alle aromatisierten Tees und für Chai-Mischungen.
Für den Scoby nicht. Entscheidend ist ein Tee ohne Aromen und Zusätze. Alles Weitere ist Ihre Wahl.