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Ingwerbier ist eines der ältesten fermentierten Getränke der Welt. Schon im 18. Jahrhundert wurde es in England als erfrischendes, leicht prickelndes Getränk geschätzt. Heute erlebt dieses Traditionsgetränk eine beeindruckende Renaissance, denn immer mehr Menschen entdecken die Vorteile der natürlichen Fermentation für sich. Das Beste daran: Sie können Ingwerbier selber machen, ganz einfach in Ihrer eigenen Küche, mit wenigen Zutaten und ein wenig Geduld.

In dieser umfassenden Anleitung zeigen wir Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie mit Wasserkefirkörnern ein köstliches, natürlich fermentiertes Ingwerbier herstellen. Anders als bei industriell hergestelltem Ginger Ale enthält Ihr selbst gemachtes Ingwerbier lebende Kulturen, natürliche Kohlensäure und keinerlei künstliche Zusatzstoffe.

Was ist Ingwerbier und worin unterscheidet es sich von Ginger Ale?

Bevor wir mit dem Rezept beginnen, ist es wichtig, den Unterschied zwischen Ingwerbier und Ginger Ale zu verstehen. Obwohl beide Getränke nach Ingwer schmecken, handelt es sich um grundverschiedene Produkte.

Ingwerbier: ein fermentiertes Lebendgetränk

Traditionelles Ingwerbier entsteht durch einen natürlichen Fermentationsprozess. Dabei wandeln Mikroorganismen, in unserem Fall Wasserkefirkörner, den Zucker in Kohlensäure, geringe Mengen Alkohol und verschiedene organische Säuren um. Das Ergebnis ist ein lebendiges Getränk voller Probiotika, das Ihre Darmflora unterstützen kann.

Laut einer im Journal of Medicinal Food veröffentlichten Studie (Marsh et al., 2014) enthält Wasserkefir eine vielfältige Gemeinschaft von Milchsäurebakterien und Hefen, die zahlreiche gesundheitsfördernde Eigenschaften aufweisen.

Ginger Ale: ein Erfrischungsgetränk

Im Gegensatz dazu ist handelsübliches Ginger Ale ein einfaches Erfrischungsgetränk. Es wird industriell hergestellt, mit künstlicher Kohlensäure versetzt und enthält in der Regel große Mengen Zucker sowie Aromen. Probiotische Kulturen sucht man hier vergeblich.

Frischer Ingwer + Kefirkörner = Ingwer Bier Ingwerbier!

Warum Ingwerbier mit Wasserkefirkörnern herstellen?

Es gibt verschiedene Methoden, um Ingwerbier zu Hause herzustellen. Man kann eine sogenannte „Ginger Bug“ (Ingwer-Starterkultur) anlegen, Bierhefe verwenden oder, wie wir es empfehlen, Wasserkefirkörner einsetzen. Letztere bieten einige entscheidende Vorteile:

Die Vorteile von Wasserkefirkörnern

  • Probiotische Vielfalt: Wasserkefirkörner enthalten dutzende verschiedene Stämme von Milchsäurebakterien und Hefen. Eine Studie im International Journal of Food Microbiology (Gulitz et al., 2011) identifizierte über 50 verschiedene Mikroorganismenarten in Wasserkefirkörnern.
  • Wiederverwendbar: Anders als eine Ginger Bug oder Hefe können Sie Ihre Kefirkörner nach jedem Brauvorgang erneut verwenden. Bei guter Pflege halten sie ein Leben lang.
  • Schnelle Fermentation: Mit Wasserkefirkörnern dauert die Erstfermentation nur 24 bis 48 Stunden, deutlich kürzer als bei anderen Methoden.
  • Geringerer Zuckergehalt: Die Kefirkörner verarbeiten einen Großteil des zugesetzten Zuckers, sodass das fertige Getränk weniger süß ist als seine industriellen Alternativen.
  • Natürliche Kohlensäure: Die Fermentation erzeugt auf natürliche Weise feine, angenehme Bläschen, die für ein besonderes Geschmackserlebnis sorgen.

Wenn Sie noch keine Wasserkefirkörner besitzen, können Sie ein hochwertiges Wasserkefir-Starterset mit 30 g Kefirkörnern und Rezeptbuch bei Natural Probio bestellen (12,90 €). Diese lebenden Kulturen werden frisch versendet und sind sofort einsatzbereit.

Zutaten und Zubehör für Ihr Ingwerbier

Bevor Sie mit dem Brauen beginnen, sollten Sie alle Zutaten und Utensilien bereitstellen. Hier finden Sie alles, was Sie benötigen.

Zutaten für ca. 1 Liter Ingwerbier

  • 1 Liter Wasser (gefiltert oder abgekochtes Leitungswasser, chlorfrei)
  • 50 g Rohrohrzucker (alternativ: Kokosblütenzucker oder Vollrohrzucker)
  • 30-50 g frischer Ingwer (Bio-Qualität empfohlen)
  • 3 Esslöffel Wasserkefirkörner (ca. 30 g)
  • Saft einer halben Zitrone (frisch gepresst)
  • Optional: 2-3 getrocknete Feigen oder Datteln (als Mineralstoffquelle für die Kefirkörner)

Benötigtes Zubehör

  • Ein großes Glasgefäß (1,5 Liter Fassungsvermögen)
  • Ein Kunststoff- oder Nylonsieb (kein Metall)
  • Bügelflaschen oder Glasflaschen mit dicht schließendem Verschluss
  • Ein sauberes Baumwolltuch oder Kaffeefilter
  • Ein Gummiband
  • Eine Feinreibe oder ein Messer
  • Ein Holz- oder Kunststofflöffel (kein Metall)

Wichtiger Hinweis: Vermeiden Sie den Kontakt der Kefirkörner mit Metall. Metalloberflächen können die empfindlichen Mikroorganismen schädigen. Verwenden Sie ausschließlich Utensilien aus Glas, Kunststoff oder Holz.

Schritt-für-Schritt-Anleitung: Ingwerbier selber machen

Nun kommen wir zum spannenden Teil. Die Herstellung Ihres eigenen Ingwerbiers gliedert sich in zwei Phasen: die Erstfermentation und die Zweitfermentation (Flaschenfermentation). Beide Schritte sind einfach durchzuführen, wenn Sie die folgenden Anweisungen beachten.

Schritt 1: Den Ingwer vorbereiten

Waschen Sie den frischen Ingwer gründlich unter fließendem Wasser. Wenn Sie Bio-Ingwer verwenden, können Sie die Schale dran lassen, da sich direkt unter der Schale besonders viele wertvolle Inhaltsstoffe befinden. Bei konventionellem Ingwer empfehlen wir, die Schale dünn abzuschälen.

Reiben Sie anschließend den Ingwer fein oder schneiden Sie ihn in sehr dünne Scheiben. Je feiner der Ingwer zerkleinert ist, desto intensiver wird der Geschmack Ihres Ingwerbiers. Für ein milderes Getränk verwenden Sie größere Stücke, für ein kräftiges, scharfes Ingwerbier reiben Sie den Ingwer fein.

Schritt 2: Die Zuckerlösung ansetzen

Erwärmen Sie etwa 200 ml Wasser und lösen Sie darin den Rohrohrzucker vollständig auf. Es ist nicht nötig, das Wasser zum Kochen zu bringen. Lauwarm reicht völlig aus. Geben Sie anschließend das restliche kalte Wasser hinzu, sodass die Lösung auf Zimmertemperatur abkühlt.

Warum Rohrohrzucker? Weißer raffinierter Zucker funktioniert zwar auch, doch Rohrohrzucker enthält noch Spuren von Mineralstoffen, die den Kefirkörnern als Nahrung dienen. Vollrohrzucker oder Kokosblütenzucker eignen sich ebenfalls hervorragend und verleihen dem Ingwerbier eine besondere karamellartige Note.

Schritt 3: Die Erstfermentation starten

Geben Sie die abgekühlte Zuckerlösung in Ihr sauberes Glasgefäß. Fügen Sie nun den geriebenen oder geschnittenen Ingwer, den Zitronensaft und, falls gewünscht, die getrockneten Feigen oder Datteln hinzu. Zum Schluss geben Sie die Wasserkefirkörner dazu.

Bedecken Sie das Glasgefäß mit dem Baumwolltuch und befestigen Sie es mit dem Gummiband. Das Tuch schützt vor Insekten und Staub, lässt aber gleichzeitig die bei der Fermentation entstehenden Gase entweichen.

Stellen Sie das Gefäß an einen warmen Ort (idealerweise 20-25 °C), der nicht direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist. Lassen Sie die Mischung 24 bis 48 Stunden fermentieren.

Ingwerbier mit Kefirkörnern zubereiten

Schritt 4: Die Fermentation überwachen

Während der Erstfermentation werden Sie nach einigen Stunden bereits erste Anzeichen der Aktivität bemerken. Kleine Bläschen steigen an die Oberfläche, und das Getränk beginnt leicht zu duften, eine Mischung aus süßlich und leicht säuerlich.

Nach 24 Stunden können Sie zum ersten Mal probieren. Das Ingwerbier sollte bereits leicht prickelnd sein und weniger süß schmecken als die ursprüngliche Zuckerlösung. Wenn Sie es süßer mögen, lassen Sie es nur 24 Stunden fermentieren. Für ein trockeneres, weniger süßes Ergebnis warten Sie 48 Stunden.

Temperatureinfluss: Bei höheren Temperaturen verläuft die Fermentation schneller. Im Sommer kann Ihr Ingwerbier bereits nach 24 Stunden fertig sein. Im Winter bei kühleren Raumtemperaturen sollten Sie eher 48 Stunden einplanen.

Schritt 5: Abseihen und die Kefirkörner retten

Wenn die Erstfermentation abgeschlossen ist, seihen Sie das Ingwerbier durch das Kunststoffsieb in ein sauberes Gefäß ab. Entfernen Sie den Ingwer und die Trockenfrüchte. Die Kefirkörner sammeln Sie vorsichtig aus dem Sieb. Diese können Sie sofort für eine neue Charge Ingwerbier oder klassischen Wasserkefir verwenden.

Sollten Sie eine Pause einlegen wollen, können Sie die Kefirkörner in einer kleinen Menge Zuckerwasser im Kühlschrank aufbewahren. Dort halten sie sich problemlos eine bis zwei Wochen.

Schritt 6: Die Zweitfermentation (Karbonisierung)

Dieser Schritt ist entscheidend für die Kohlensäure Ihres Ingwerbiers. Füllen Sie das abgeseihte Ingwerbier in die Bügelflaschen. Lassen Sie dabei etwa 3-4 cm Platz bis zum Rand, damit der entstehende Druck Raum hat.

Verschließen Sie die Flaschen fest und stellen Sie sie für 24 bis 48 Stunden bei Zimmertemperatur an einen dunklen Ort. Während dieser Phase baut sich die natürliche Kohlensäure auf, die Ihr Ingwerbier schön prickelnd macht.

Wichtig: Öffnen Sie die Flaschen in den ersten 12 Stunden einmal kurz („entlüften“), um übermäßigen Druckaufbau zu vermeiden. Besonders bei warmen Temperaturen kann sich sehr schnell viel Kohlensäure bilden. Wenn Sie die Flasche zum ersten Mal öffnen, tun Sie dies über dem Spülbecken, denn bei starker Kohlensäurebildung kann das Ingwerbier sprudeln.

Die zwei Fermentationsphasen Phase 1: Erstfermentation Offenes Gefäß 24-48 Stunden Phase 2: Flaschenfermentation Verschlossene Flasche 24-48 Stunden

Schritt 7: Genießen!

Nach der Zweitfermentation stellen Sie die Flaschen in den Kühlschrank. Die Kälte stoppt die Fermentation und stabilisiert die Kohlensäure. Nach mindestens 4 Stunden im Kühlschrank ist Ihr selbst gemachtes Ingwerbier trinkfertig.

Gießen Sie es in ein Glas und genießen Sie den einzigartigen Geschmack: scharf, prickelnd, leicht säuerlich und wunderbar erfrischend. Sie können das Ingwerbier pur trinken oder mit frischen Minzblättern und Eiswürfeln als sommerlichen Cocktail servieren.

Geschmacksvariationen: So experimentieren Sie mit Ihrem Ingwerbier

Sobald Sie die Grundtechnik beherrschen, können Sie Ihrem Ingwerbier eine persönliche Note verleihen. Hier sind einige unserer Lieblingsvariationen, die wir über die Jahre getestet haben.

Ingwerbier mit Kurkuma

Fügen Sie der Erstfermentation einen Teelöffel frisch geriebene Kurkumawurzel hinzu. Kurkuma verleiht dem Getränk eine wunderschöne goldene Farbe und ergänzt den Ingwergeschmack hervorragend. Kurkuma enthält zudem Curcumin, dem entzündungshemmende Eigenschaften zugeschrieben werden.

Ingwerbier mit Zitrusfrüchten

Geben Sie bei der Zweitfermentation einige Streifen Zitronen- oder Orangenschale (unbehandelt) in die Flaschen. Die ätherischen Öle der Schale verleihen dem Ingwerbier eine wunderbar frische, fruchtige Note.

Scharfes Ingwerbier mit Chili

Für mutige Genießer: Fügen Sie bei der Zweitfermentation eine dünne Scheibe frische Chilischote hinzu. Die Kombination aus Ingwerschärfe und Chilihitze ist überraschend harmonisch und eignet sich besonders als Zutat für alkoholfreie Cocktails.

Ingwerbier mit frischen Kräutern

Rosmarin, Thymian oder Basilikum eignen sich hervorragend als Geschmacksgeber. Geben Sie einen kleinen Zweig während der Zweitfermentation in die Flasche. Das Ergebnis erinnert an einen raffinierten Kräuterlikör, ist aber vollkommen natürlich und alkoholfrei (bzw. enthält nur sehr geringe Spuren von Alkohol, typischerweise unter 0,5 %).

Die Gesundheitsvorteile von selbst gemachtem Ingwerbier

Selbst gemachtes Ingwerbier vereint die gesundheitlichen Vorteile von Ingwer mit den positiven Eigenschaften fermentierter Getränke. Diese Kombination macht es zu einem besonderen Funktionsgetränk.

Probiotische Wirkung

Die in den Wasserkefirkörnern enthaltenen Mikroorganismen bleiben auch im fertigen Getränk aktiv. Laut einer umfassenden Übersichtsstudie in Nutrients (Bourrie et al., 2016) können Kefir-Probiotika die Darmgesundheit unterstützen, das Immunsystem stärken und entzündungshemmend wirken.

Die Kraft des Ingwers

Ingwer ist seit Jahrtausenden als Heilpflanze bekannt. Er enthält Gingerole und Shogaole, die für seine charakteristische Schärfe verantwortlich sind und zahlreiche gesundheitsfördernde Eigenschaften besitzen:

  • Verdauungsfördernd: Ingwer regt die Verdauungssäfte an und kann bei Übelkeit und Magenbeschwerden helfen.
  • Entzündungshemmend: Die Gingerole im Ingwer wirken ähnlich wie bestimmte entzündungshemmende Medikamente.
  • Immunstärkend: Ingwer unterstützt das Immunsystem und wird traditionell bei Erkältungskrankheiten eingesetzt.
  • Antioxidativ: Die sekundären Pflanzenstoffe im Ingwer schützen die Zellen vor oxidativem Stress.

Weniger Zucker als gedacht

Ein häufiges Missverständnis betrifft den Zuckergehalt von fermentiertem Ingwerbier. Obwohl bei der Herstellung Zucker verwendet wird, verbrauchen die Kefirkörner einen erheblichen Teil davon während der Fermentation. Je nach Fermentationsdauer kann der Zuckergehalt um 50-80 % reduziert werden. Das fertige Getränk enthält somit deutlich weniger Zucker als eine vergleichbare Menge Limonade oder Ginger Ale.

Häufige Fehler beim Ingwerbier-Brauen und wie Sie sie vermeiden

Auch wenn das Brauen von Ingwerbier grundsätzlich einfach ist, gibt es einige Stolpersteine, die Anfänger kennen sollten. Hier sind die häufigsten Fehler und deren Lösungen.

Zu wenig Kohlensäure

Wenn Ihr Ingwerbier nach der Zweitfermentation flach schmeckt, kann das mehrere Ursachen haben. Die Flaschen waren möglicherweise nicht dicht genug verschlossen, die Temperatur war zu niedrig, oder es war nicht genug Restzucker für die Hefen vorhanden. Lösung: Verwenden Sie Bügelflaschen, stellen Sie die Flaschen an einen wärmeren Ort und geben Sie vor der Zweitfermentation einen halben Teelöffel Zucker pro Flasche hinzu.

Zu viel Kohlensäure

Das Gegenteil kann ebenso problematisch sein. Zu viel Kohlensäure kann dazu führen, dass die Flasche beim Öffnen stark sprudelt oder im schlimmsten Fall platzt. Lösung: Verkürzen Sie die Zweitfermentation, entlüften Sie die Flaschen regelmäßig und verwenden Sie ausschließlich druckfeste Glasflaschen. Stellen Sie die Flaschen nach spätestens 48 Stunden in den Kühlschrank.

Unangenehmer Geschmack

Ein zu saurer oder unangenehmer Geschmack deutet auf eine zu lange Fermentation hin. Achten Sie auf die richtige Timing und probieren Sie Ihr Ingwerbier regelmäßig. Auch schmutzige Utensilien oder chlorhaltiges Wasser können den Geschmack negativ beeinflussen.

Kefirkörner wachsen nicht

Gesunde Wasserkefirkörner vermehren sich bei jeder Fermentation. Wenn Ihre Körner nicht wachsen, fehlt es ihnen möglicherweise an Mineralstoffen. Geben Sie einige Tropfen ungeschwefelte Melasse oder eine getrocknete Feige zum Ansatz. Achten Sie zudem darauf, dass die Wassertemperatur stimmt und das Wasser chlorfrei ist.

Ingwerbier und andere fermentierte Getränke: Ein Vergleich

Wenn Sie gerade erst mit der Fermentation beginnen, fragen Sie sich vielleicht, wie sich Ingwerbier im Vergleich zu anderen fermentierten Getränken einordnet. Hier ein kurzer Überblick.

Ingwerbier vs. Kombucha

Kombucha wird mit einem SCOBY (Symbiotic Culture of Bacteria and Yeast) aus gesüßtem Tee hergestellt. Die Fermentation dauert 7 bis 14 Tage und ergibt ein leicht säuerliches, teeartiges Getränk. Ingwerbier mit Kefirkörnern fermentiert deutlich schneller (24-48 Stunden) und hat einen würzigeren, schärferen Geschmack.

Beide Getränke sind probiotisch und gesundheitsfördernd. Wenn Sie auch Kombucha ausprobieren möchten, finden Sie bei Natural Probio einen hochwertigen Kombucha SCOBY (17,90 €), der mit einer detaillierten Anleitung geliefert wird.

Ingwerbier vs. klassischer Wasserkefir

Klassischer Wasserkefir wird ebenfalls mit Wasserkefirkörnern hergestellt, enthält aber keinen Ingwer. Stattdessen wird er oft mit Trockenfrüchten oder Fruchtsäften aromatisiert. Der Geschmack ist milder und weniger komplex als Ingwerbier. Beide Getränke verwenden dieselben Kefirkörner, sodass Sie problemlos zwischen beiden Rezepten wechseln können.

Tipps für die Aufbewahrung und Haltbarkeit

Richtig aufbewahrt, hält sich Ihr selbst gemachtes Ingwerbier erstaunlich gut. Hier einige Hinweise zur optimalen Lagerung.

Im Kühlschrank lagern

Nach der Zweitfermentation sollte das Ingwerbier im Kühlschrank aufbewahrt werden. Die Kälte verlangsamt den Fermentationsprozess drastisch und verhindert eine übermäßige Kohlensäurebildung. Im Kühlschrank hält sich das Ingwerbier problemlos 1 bis 2 Wochen.

Die Flaschen nicht zu voll füllen

Lassen Sie immer mindestens 3 cm Freiraum zwischen dem Getränk und dem Verschluss. Dieser Kopfraum ist notwendig, damit die bei der Fermentation entstehenden Gase Platz haben und der Druck in der Flasche nicht gefährlich ansteigt.

Regelmäßig entlüften

Auch im Kühlschrank setzt die Fermentation langsam fort. Öffnen Sie Ihre Ingwerbier-Flaschen alle paar Tage kurz, um den Druck abzulassen. Dies gilt besonders in den ersten Tagen nach der Abfüllung.

Zusammenfassung: Ihr Ingwerbier in 7 Schritten 1 Ingwer reiben 2 Zucker auflösen 3 Alles mischen 4 24-48h fermentieren 5 Abseihen 6 Flaschen- gärung 7 Genießen!

Nachhaltigkeit und Selbstversorgung

Ingwerbier selber zu machen ist nicht nur ein kulinarisches Vergnügen, sondern auch ein Beitrag zur Nachhaltigkeit. Sie reduzieren Verpackungsmüll, da Sie wiederverwendbare Glasflaschen nutzen. Sie verzichten auf Transportwege, da Ihr Getränk direkt in Ihrer Küche entsteht. Und Sie wissen genau, was in Ihrem Getränk steckt: keine Konservierungsstoffe, keine künstlichen Aromen, keine versteckten Zusätze.

Die Wasserkefirkörner vermehren sich bei jeder Fermentation, sodass Sie mit der Zeit immer größere Mengen herstellen können. Überschüssige Kefirkörner lassen sich einfrieren, trocknen oder an Freunde und Familie verschenken. So verbreitet sich die Fermentationskultur ganz natürlich weiter.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Enthält selbst gemachtes Ingwerbier Alkohol?

Ja, selbst gemachtes Ingwerbier enthält geringe Mengen Alkohol, die bei der Fermentation natürlich entstehen. Der Alkoholgehalt liegt in der Regel zwischen 0,2 % und 0,5 %, vergleichbar mit alkoholfreiem Bier. Bei einer Fermentationsdauer von 24 bis 48 Stunden bleibt der Alkoholgehalt sehr niedrig. Je länger die Fermentation dauert und je wärmer die Umgebung ist, desto höher kann der Alkoholgehalt ausfallen. Für Kinder und schwangere Frauen empfiehlt es sich, den Konsum mit einem Arzt zu besprechen.

Wie lange dauert es, Ingwerbier mit Kefirkörnern herzustellen?

Die gesamte Herstellung dauert etwa 3 bis 4 Tage. Die Erstfermentation benötigt 24 bis 48 Stunden, die Zweitfermentation in der Flasche weitere 24 bis 48 Stunden, und im Kühlschrank sollte das Ingwerbier mindestens 4 Stunden abkühlen. Die aktive Arbeitszeit (Zubereitung, Abseihen, Abfüllen) beträgt insgesamt nur etwa 20 bis 30 Minuten.

Kann ich Ingwerbier ohne Zucker herstellen?

Nein, Zucker ist ein essenzieller Bestandteil des Fermentationsprozesses. Die Kefirkörner benötigen Zucker als Nahrungsquelle, um die Fermentation in Gang zu setzen. Ohne Zucker können die Mikroorganismen nicht arbeiten. Bedenken Sie jedoch, dass der Großteil des Zuckers während der Fermentation verbraucht wird. Das fertige Ingwerbier enthält deutlich weniger Zucker als die ursprüngliche Zuckerlösung. Alternativ können Sie Kokosblütenzucker oder Vollrohrzucker verwenden, die einen niedrigeren glykämischen Index aufweisen.

Wie bewahre ich meine Wasserkefirkörner auf, wenn ich eine Pause mache?

Wenn Sie einige Tage oder Wochen pausieren möchten, geben Sie Ihre Kefirkörner in ein kleines Glasgefäß mit frischem Zuckerwasser (1 Esslöffel Zucker auf 250 ml Wasser) und stellen Sie es in den Kühlschrank. Dort halten sich die Kefirkörner problemlos 2 bis 3 Wochen. Wechseln Sie das Zuckerwasser alle 1 bis 2 Wochen. Für längere Pausen können Sie die Kefirkörner auch trocknen oder einfrieren, wobei nach dem Auftauen einige Durchgänge nötig sein können, bis die Körner wieder ihre volle Aktivität erreichen.

Kann ich für Ingwerbier auch Ingwerpulver statt frischem Ingwer verwenden?

Grundsätzlich ist dies möglich, wir empfehlen jedoch dringend die Verwendung von frischem Ingwer. Frischer Ingwer enthält deutlich mehr ätherische Öle, Gingerole und Enzyme als getrocknetes Ingwerpulver. Diese Inhaltsstoffe tragen nicht nur zum Geschmack, sondern auch zu den gesundheitlichen Vorteilen bei. Wenn Sie dennoch Ingwerpulver verwenden möchten, nehmen Sie etwa einen Teelöffel pro Liter. Beachten Sie, dass das Ergebnis geschmacklich nicht an Ingwerbier mit frischem Ingwer heranreicht.

Jetzt starten: Ihr eigenes Ingwerbier wartet auf Sie

Die Herstellung von Ingwerbier zu Hause ist einfacher als Sie denken. Mit den richtigen Zutaten und etwas Geduld kreieren Sie ein Getränk, das nicht nur unglaublich gut schmeckt, sondern auch Ihrer Gesundheit zugutekommt. Die natürliche Fermentation mit Wasserkefirkörnern sorgt für ein probiotisches, lebendiges Getränk, das Sie in keinem Supermarkt finden werden.

Alles, was Sie brauchen, um heute noch zu starten, ist ein Set frischer Wasserkefirkörner. Unser Wasserkefir-Starterset enthält 30 g lebende Kefirkörner sowie ein umfassendes E-Book mit weiteren Rezepten und Tipps. Für nur 12,90 € erhalten Sie alles, was Sie für den Einstieg in die Welt der Fermentation benötigen.

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Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Brauen und Genießen Ihres selbst gemachten Ingwerbiers. Teilen Sie Ihre Erfahrungen und Lieblingsrezepte gerne mit unserer Fermentations-Community!

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