Wasserkefir: Eine gesunde Alternative zu zuckerhaltigen Getränken

Wer kennt es nicht: Der Griff zur Limonade, zum Eistee oder zum Fruchtsaft, wenn der Durst kommt. Doch ein Blick auf die Zutatenliste offenbart schnell, wie viel Zucker in diesen Getränken steckt. Wasserkefir bietet hier eine natürliche, probiotische und erfrischende Lösung. Dieses fermentierte Getränk vereint prickelnden Geschmack mit echten gesundheitlichen Vorteilen, und das bei einem Bruchteil des Zuckergehalts herkömmlicher Softdrinks.

In diesem umfassenden Ratgeber erfahren Sie, warum Wasserkefir die ideale Alternative zu zuckerhaltigen Getränken darstellt, wie er sich auf Ihre Gesundheit auswirkt und wie Sie ihn ganz einfach zu Hause zubereiten können.

Was ist Wasserkefir und woher kommt er?

Wasserkefir, auch als Tibicos oder japanische Kristalle bekannt, ist ein fermentiertes Getränk auf Wasserbasis. Die Grundlage bilden sogenannte Wasserkefirkristalle: kleine, durchscheinende Körnchen, die aus einer Symbiose von Bakterien und Hefen bestehen. Diese Mikroorganismen verwandeln eine einfache Zuckerlösung in ein leicht sprudelndes, säuerlich-erfrischendes Getränk voller Probiotika.

Die Ursprünge des Wasserkefirs werden in Mexiko vermutet, wo die Kristalle auf den Blättern von Opuntien-Kakteen entdeckt wurden. Von dort aus verbreitete sich die Tradition der Wasserkefir-Herstellung über die ganze Welt. Heute erlebt dieses traditionelle Getränk eine Renaissance, da immer mehr Menschen nach natürlichen Alternativen zu industriell hergestellten Getränken suchen.

Im Gegensatz zu Milchkefir, der auf Milchbasis hergestellt wird, eignet sich Wasserkefir hervorragend für Menschen, die sich vegan ernähren oder eine Laktoseintoleranz haben. Beide Kefirarten liefern wertvolle Probiotika, unterscheiden sich jedoch in Geschmack, Konsistenz und Anwendungsmöglichkeiten.

Der Zuckergehalt im Vergleich: Wasserkefir vs. herkömmliche Getränke

Einer der überzeugendsten Gründe, auf Wasserkefir umzusteigen, ist der deutlich niedrigere Zuckergehalt im Vergleich zu gängigen Getränken. Während der Fermentation verbrauchen die Kefirkristalle einen Großteil des zugesetzten Zuckers. Das Ergebnis ist ein Getränk, das natürlich süß schmeckt, aber wesentlich weniger Zucker enthält als die Ausgangsflüssigkeit.

Zuckergehalt pro 250 ml (in Gramm) Cola 27 g Orangensaft 24 g Eistee 22 g Energy Drink 26 g Kombucha 8 g Wasserkefir 2-5 g Quelle: Durchschnittliche Herstellerangaben & Labormessungen

Warum enthält Wasserkefir so wenig Zucker?

Das Geheimnis liegt im Fermentationsprozess. Die Bakterien und Hefen in den Kefirkristallen ernähren sich vom zugesetzten Zucker und wandeln ihn in organische Säuren, Kohlensäure und geringe Mengen an Alkohol (typischerweise unter 0,5 %) um. Je nach Fermentationsdauer werden 60 bis 80 Prozent des ursprünglich zugesetzten Zuckers von den Mikroorganismen verbraucht.

Im Vergleich dazu: Ein Glas Cola (250 ml) enthält etwa 27 Gramm Zucker, das entspricht rund 9 Zuckerwürfeln. Ein Glas Wasserkefir kommt nach 48 Stunden Fermentation auf lediglich 2 bis 5 Gramm Restzucker. Das ist ein gewaltiger Unterschied, der sich langfristig positiv auf Ihre Gesundheit auswirkt.

Die versteckte Zuckerfalle: Auch "gesunde" Getränke sind betroffen

Viele Verbraucher greifen zu Fruchtsäften oder Smoothies in der Annahme, etwas Gesundes zu trinken. Doch auch diese Getränke enthalten oft überraschend viel Zucker. Ein Glas Orangensaft kann bis zu 24 Gramm Zucker enthalten, also fast so viel wie eine Cola. Selbst viele als "zuckerarm" beworbene Getränke enthalten künstliche Süßstoffe, deren langfristige Auswirkungen auf die Gesundheit umstritten sind.

Wasserkefir hingegen kommt völlig ohne künstliche Zusatzstoffe aus. Die leichte Süße entsteht natürlich durch den Restzucker, der nach der Fermentation verbleibt. Und das Beste daran: Sie können den Zuckergehalt selbst steuern, indem Sie die Fermentationsdauer anpassen. Länger fermentierter Wasserkefir ist herber und enthält noch weniger Zucker.

Die gesundheitlichen Vorteile von Wasserkefir

Wasserkefir ist weit mehr als nur ein zuckerarmes Getränk. Er liefert eine Fülle an gesundheitlichen Vorteilen, die ihn zu einem echten Superfood-Getränk machen.

1. Probiotische Wirkung für eine gesunde Darmflora

Wasserkefir ist eine hervorragende Quelle für lebende Mikroorganismen, die Ihre Darmgesundheit unterstützen. Er enthält eine Vielzahl verschiedener Bakterienstämme, darunter Lactobacillus, Leuconostoc und Acetobacter, sowie nützliche Hefen. Diese mikrobielle Vielfalt ist besonders wertvoll, da eine diverse Darmflora mit zahlreichen Gesundheitsvorteilen in Verbindung gebracht wird.

Eine im Journal of Dairy Science veröffentlichte Studie bestätigt, dass fermentierte Getränke wie Kefir eine bedeutende Quelle probiotischer Bakterien darstellen, die das Gleichgewicht der Darmflora positiv beeinflussen können (Bourrie et al., 2016).

2. Stärkung des Immunsystems

Rund 70 Prozent unseres Immunsystems befinden sich im Darm. Indem Wasserkefir die Darmflora positiv beeinflusst, unterstützt er indirekt auch die Immunabwehr. Die probiotischen Bakterien im Wasserkefir können dazu beitragen, die Produktion von Antikörpern anzuregen und Entzündungsreaktionen zu modulieren.

Regelmäßiger Konsum fermentierter Getränke wird in der wissenschaftlichen Literatur mit einer verbesserten Immunantwort und einem geringeren Risiko für Infektionen der oberen Atemwege in Verbindung gebracht.

3. Verbesserte Verdauung

Die in Wasserkefir enthaltenen Probiotika und organischen Säuren fördern eine gesunde Verdauung. Sie können bei Blähungen, Verstopfung und anderen Verdauungsbeschwerden helfen, indem sie das mikrobielle Gleichgewicht im Darm wiederherstellen. Viele Anwender berichten von einer spürbaren Verbesserung ihrer Verdauung bereits nach wenigen Wochen regelmäßigen Konsums.

4. Nährstoffversorgung

Während der Fermentation produzieren die Mikroorganismen im Wasserkefir verschiedene B-Vitamine, darunter Vitamin B1, B6 und B12. Zusätzlich enthält das Getränk Mineralien wie Kalzium, Magnesium und Kalium, die aus dem verwendeten Zucker und den optionalen Zutaten stammen. Diese Nährstoffe machen Wasserkefir zu einem wertvollen Ergänzungsgetränk in einer ausgewogenen Ernährung.

5. Unterstützung beim Gewichtsmanagement

Durch seinen niedrigen Kaloriengehalt und die probiotische Wirkung kann Wasserkefir ein hilfreicher Begleiter beim Gewichtsmanagement sein. Studien zeigen, dass eine gesunde Darmflora mit einem gesunden Körpergewicht zusammenhängt. Gleichzeitig ersetzt Wasserkefir kalorienreiche Softdrinks und hilft so, die tägliche Kalorienzufuhr zu reduzieren, ohne auf Geschmack verzichten zu müssen.

Wasserkefir gesunde Alternative zu Limonade

Wasserkefir selbst herstellen: Eine einfache Anleitung

Einer der größten Vorteile von Wasserkefir ist die unkomplizierte Herstellung zu Hause. Sie benötigen nur wenige Zutaten und etwas Geduld. Mit einem Wasserkefir-Starterset können Sie sofort loslegen.

Grundzutaten für 1 Liter Wasserkefir

  • 3 Esslöffel Wasserkefirkristalle
  • 1 Liter chlorfreies Wasser (Mineral- oder gefiltertes Leitungswasser)
  • 3-4 Esslöffel Zucker (Rohrzucker oder brauner Zucker bevorzugt)
  • 1-2 Scheiben unbehandelte Zitrone
  • 1-2 ungeschwefelte Trockenfeigen oder Datteln

Schritt-für-Schritt-Anleitung

Schritt 1: Zuckerlösung vorbereiten. Lösen Sie den Zucker in etwas warmem Wasser auf und füllen Sie dann mit kaltem Wasser auf Zimmertemperatur auf. Verwenden Sie niemals heißes Wasser für die Kefirkristalle, da die Hitze die Mikroorganismen abtöten würde.

Schritt 2: Zutaten zusammenfügen. Geben Sie die Kefirkristalle, die Zitronenscheiben und die Trockenfrüchte in ein Glasgefäß und gießen Sie die Zuckerlösung darüber. Bedecken Sie das Gefäß mit einem Tuch oder Kaffeefilter und befestigen Sie es mit einem Gummiband.

Schritt 3: Fermentieren lassen. Lassen Sie den Ansatz 24 bis 48 Stunden bei Raumtemperatur (20-25 °C) fermentieren. Je länger die Fermentation dauert, desto weniger Zucker verbleibt und desto säuerlicher wird das Getränk.

Schritt 4: Abseihen und genießen. Seihen Sie den fertigen Wasserkefir durch ein Kunststoffsieb ab. Die Kefirkristalle können sofort für eine neue Charge verwendet werden. Den fertigen Wasserkefir können Sie pur oder aromatisiert genießen.

Der Fermentationsprozess in 4 Schritten 1 Zucker auflösen 2 Kristalle hinzufügen 3 24-48h fermentieren 4 Abseihen & genießen Zucker + Wasser + Kristalle = probiotisches Getränk Die Mikroorganismen wandeln bis zu 80 % des Zuckers um.

Kreative Rezeptideen: So wird Wasserkefir zum Geschmackserlebnis

Der fertige Grundwasserkefir schmeckt bereits erfrischend. Doch das wahre Potenzial entfaltet sich bei der sogenannten Zweitfermentation, bei der Sie den abgeseihten Kefir mit Obst, Kräutern oder Gewürzen aromatisieren.

Tropischer Wasserkefir mit Mango und Ingwer

Fügen Sie zu 500 ml fertigem Wasserkefir 3-4 Esslöffel pürierte Mango und ein daumendickes Stück frisch geriebenen Ingwer hinzu. Füllen Sie alles in eine verschließbare Flasche und lassen Sie es 12 bis 24 Stunden bei Raumtemperatur nachfermentieren. Das Ergebnis ist ein spritziges, tropisches Getränk mit angenehmer Schärfe.

Beerenzauber: Heidelbeer-Lavendel-Kefir

Mischen Sie 500 ml Wasserkefir mit einer Handvoll frischer oder gefrorener Heidelbeeren und einem Teelöffel getrockneter Lavendelblüten. Nach der Zweitfermentation erhalten Sie ein wunderschön violett gefärbtes Getränk mit blumiger Note. Seihen Sie die Lavendelblüten vor dem Trinken ab.

Erfrischender Gurke-Minze-Kefir

Für heiße Sommertage: Geben Sie einige dünne Gurkenscheiben und frische Minzblätter in 500 ml Wasserkefir. Lassen Sie die Mischung im Kühlschrank über Nacht ziehen. Dieses Getränk ist unglaublich erfrischend und kommt mit nahezu null Zucker aus.

Klassische Zitrus-Variante

Der Klassiker unter den Wasserkefir-Variationen: Pressen Sie eine halbe Orange und eine halbe Zitrone aus und geben Sie den Saft zusammen mit etwas Orangenschale zu 500 ml Wasserkefir. Die Zitrusfrüchte liefern natürlichen Geschmack und zusätzliches Vitamin C. Perfekt als Ersatz für Orangenlimonade.

Würziger Apfel-Zimt-Kefir für die kalte Jahreszeit

Mischen Sie 500 ml Wasserkefir mit 100 ml naturtrübem Apfelsaft, einer Zimtstange und einer Sternanisblüte. Nach 12 Stunden Zweitfermentation erhalten Sie ein wohliges Getränk, das auch leicht erwärmt (nicht über 40 °C, damit die Probiotika erhalten bleiben) herrlich schmeckt.

Wasserkefir vs. andere fermentierte Getränke

Auf dem Markt gibt es verschiedene fermentierte Getränke. Wie schneidet Wasserkefir im Vergleich ab?

Wasserkefir vs. Kombucha

Kombucha wird aus gesüßtem Tee mithilfe eines SCOBY (Symbiotic Culture of Bacteria and Yeast) hergestellt. Beide Getränke sind probiotisch und erfrischend, unterscheiden sich jedoch in einigen Punkten. Kombucha hat typischerweise einen höheren Restzuckergehalt (5-12 g pro 250 ml) als Wasserkefir (2-5 g). Zudem enthält Kombucha Koffein aus dem Tee, was nicht für jeden gewünscht ist. Wasserkefir ist koffeinfrei und hat einen milderen, neutraleren Geschmack, der sich vielseitiger aromatisieren lässt.

Wasserkefir vs. Milchkefir

Milchkefir bietet eine noch größere Vielfalt an probiotischen Stämmen und zusätzlich Kalzium und Protein aus der Milch. Er eignet sich hervorragend als Joghurt-Alternative. Wasserkefir hingegen ist die bessere Wahl als Getränk und Softdrink-Ersatz, da er leichter und erfrischender ist. Idealerweise ergänzen sich beide Kefirarten in einer gesunden Ernährung.

Wasserkefir vs. gekaufte Probiotika-Drinks

Im Supermarkt finden Sie zunehmend Probiotika-Drinks verschiedener Marken. Diese sind jedoch oft teuer, enthalten häufig Zusatzstoffe und künstliche Aromen, und bieten in der Regel nur wenige ausgewählte Bakterienstämme. Selbst hergestellter Wasserkefir ist kostengünstiger, frei von Zusatzstoffen und liefert eine weitaus größere mikrobielle Vielfalt.

Vergleich: Fermentierte Getränke Wasserkefir ✓ Koffeinfrei ✓ Vegan ✓ Sehr zuckerarm ✓ Vielseitig ✓ Einfach herzustellen 2-5 g Zucker / 250 ml Kombucha ✗ Enthält Koffein ✓ Vegan ○ Mehr Restzucker ✓ Tee-Geschmack ○ Aufwendiger 5-12 g Zucker / 250 ml Softdrink ✗ Keine Probiotika ✗ Viel Zucker ✗ Zusatzstoffe ✗ Keine Nährstoffe ✗ Industriell 22-27 g Zucker / 250 ml

Die Wissenschaft hinter dem Wasserkefir

Die gesundheitlichen Vorteile fermentierter Getränke sind mittlerweile gut dokumentiert. Verschiedene wissenschaftliche Studien haben die positiven Eigenschaften von Kefir und ähnlichen fermentierten Produkten untersucht.

Eine umfassende Übersichtsarbeit, veröffentlicht in Nutrients, fasst zusammen, dass fermentierte Lebensmittel entzündungshemmende Eigenschaften besitzen und die Darmbarriere stärken können (Marco et al., 2021). Die mikrobielle Vielfalt in fermentierten Getränken wie Wasserkefir trägt dazu bei, das Darmmikrobiom zu diversifizieren, was wiederum mit einer besseren allgemeinen Gesundheit korreliert.

Forschungen der Stanford University haben zudem gezeigt, dass der regelmäßige Konsum fermentierter Lebensmittel die mikrobielle Diversität im Darm erhöht und Entzündungsmarker im Blut senkt (Wastyk et al., 2021, Cell). Diese Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung fermentierter Getränke wie Wasserkefir als Bestandteil einer gesunden Ernährung.

Wie viel Wasserkefir sollten Sie trinken?

Es gibt keine offizielle Empfehlung, doch die meisten Experten raten zu 200 bis 500 ml pro Tag. Wenn Sie bisher wenig fermentierte Lebensmittel konsumiert haben, beginnen Sie am besten mit einem kleinen Glas (100-150 ml) pro Tag und steigern Sie die Menge langsam. So geben Sie Ihrem Darm Zeit, sich an die neuen Mikroorganismen zu gewöhnen.

Tipps für den Umstieg von Softdrinks auf Wasserkefir

Der Umstieg von zuckerhaltigen Getränken auf Wasserkefir kann eine echte Veränderung in Ihrem Alltag bewirken. Hier sind einige praktische Tipps, die den Übergang erleichtern.

Langsam anfangen

Ersetzen Sie zunächst nur ein zuckerhaltiges Getränk pro Tag durch Wasserkefir. Ihr Geschmackssinn wird sich innerhalb weniger Wochen anpassen, und Sie werden feststellen, dass industrielle Softdrinks Ihnen zunehmend übersüßt vorkommen.

Mit Fruchtaromen experimentieren

Wenn Ihnen der Grundgeschmack von Wasserkefir noch zu herb ist, aromatisieren Sie ihn mit Säften oder Früchten. Die oben genannten Rezepte bieten einen hervorragenden Einstieg. So erhalten Sie ein Getränk, das geschmacklich mit jeder Limonade mithalten kann.

Kohlensäure steigern

Viele Menschen vermissen beim Umstieg die starke Kohlensäure von Softdrinks. Durch eine Zweitfermentation in dicht verschlossenen Flaschen (Bügelverschlussflaschen eignen sich hervorragend) können Sie den Kohlensäuregehalt deutlich steigern. Lassen Sie die Flaschen 12 bis 24 Stunden bei Raumtemperatur stehen und kühlen Sie sie dann. Vorsicht: Durch den Druckaufbau können Flaschen auslaufen. Entlüften Sie regelmäßig.

Immer einen Vorrat anlegen

Stellen Sie sicher, dass Sie immer eine Flasche kühlen Wasserkefir im Kühlschrank haben. So greifen Sie automatisch zur gesunden Alternative, wenn der Durst kommt. Ein gut organisierter Produktionsrhythmus (alle 2-3 Tage einen neuen Ansatz starten) garantiert ständige Verfügbarkeit.

Häufige Fehler bei der Wasserkefir-Herstellung vermeiden

Damit Ihr Wasserkefir perfekt gelingt, sollten Sie einige häufige Fehler kennen und vermeiden.

Zu wenig oder zu viel Zucker verwenden

Die Kefirkristalle brauchen Zucker als Nahrung. Verwenden Sie zu wenig, verhungern die Kulturen. Zu viel Zucker kann die Fermentation verlangsamen und zu einem übermäßig süßen Ergebnis führen. Die Faustregel: 3 Esslöffel Zucker pro Liter Wasser.

Metallkontakt vermeiden

Verwenden Sie keine metallischen Siebe oder Löffel im direkten Kontakt mit den Kefirkristallen. Bestimmte Metalle können die empfindlichen Mikroorganismen schädigen. Greifen Sie stattdessen zu Kunststoff-, Holz- oder Nylonsieben.

Die richtige Temperatur beachten

Zu niedrige Temperaturen (unter 18 °C) verlangsamen die Fermentation, zu hohe Temperaturen (über 30 °C) können die Kulturen beschädigen. Die ideale Temperatur liegt zwischen 20 und 25 °C. Im Sommer kann die Fermentation schneller ablaufen, sodass Sie die Dauer entsprechend verkürzen sollten.

Chlorhaltiges Wasser

Leitungswasser enthält oft Chlor, das die Kefirkulturen beeinträchtigen kann. Verwenden Sie gefiltertes Wasser oder lassen Sie Leitungswasser einige Stunden offen stehen, damit das Chlor verdampft. Alternativ eignet sich stilles Mineralwasser hervorragend.

Nachhaltigkeit und Kostenersparnis

Neben den gesundheitlichen Vorteilen punktet Wasserkefir auch in Sachen Nachhaltigkeit und Kosteneffizienz.

Weniger Verpackungsmüll

Jede Flasche selbst hergestellten Wasserkefirs erspart eine Plastik- oder Glasflasche aus dem Supermarkt. Über ein Jahr gerechnet können Sie so Hunderte von Einwegflaschen einsparen. Ein bedeutender Beitrag zum Umweltschutz.

Kostenvergleich

Ein Liter selbst gemachter Wasserkefir kostet weniger als 20 Cent (hauptsächlich der Zucker). Zum Vergleich: Ein Liter fertiger Kombucha im Bioladen kostet 4 bis 8 Euro. Die Wasserkefirkristalle wachsen bei guter Pflege stetig weiter, sodass die einmalige Anschaffung eines Wasserkefir-Startersets für nur 12,90 € eine langfristige Investition in Ihre Gesundheit darstellt.

Unendlich vermehrbar

Ein weiterer Vorteil: Wasserkefirkristalle vermehren sich bei regelmäßiger Pflege von selbst. Sie können überschüssige Kristalle an Freunde und Familie weitergeben und so die Freude am Fermentieren teilen.

Zuckergehalt: Wasserkefir vs. beliebte Getränke

Getränk (250 ml) Zucker Kalorien Probiotika
Wasserkefir 5–10 g ~50 kcal ✓ 10⁸–10⁹
Cola 26,5 g 105 kcal
Orangensaft 22 g 112 kcal
Energy Drink 27,5 g 115 kcal
Limonade 25 g 100 kcal
Industrieller Kombucha 15–20 g ~80 kcal Wenige

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Ist Wasserkefir wirklich zuckerarm, obwohl Zucker verwendet wird?

Ja. Der Zucker dient als Nahrung für die Kefirkristalle, nicht als Süßungsmittel für das Endprodukt. Während der Fermentation verbrauchen die Mikroorganismen 60 bis 80 Prozent des zugesetzten Zuckers. Nach 48 Stunden enthält ein Glas Wasserkefir (250 ml) nur noch etwa 2 bis 5 Gramm Zucker, während eine vergleichbare Menge Cola rund 27 Gramm enthält.

Können Diabetiker Wasserkefir trinken?

Wasserkefir hat einen deutlich niedrigeren Zuckergehalt als herkömmliche Getränke, und der glykämische Index ist durch die organischen Säuren reduziert. Dennoch sollten Diabetiker vor dem regelmäßigen Konsum Rücksprache mit ihrem Arzt halten. Der Zuckergehalt kann durch eine längere Fermentationsdauer weiter reduziert werden.

Wie lange ist fertiger Wasserkefir haltbar?

Fertiger Wasserkefir hält sich im Kühlschrank problemlos 5 bis 7 Tage. Die Fermentation verlangsamt sich in der Kälte stark, der Geschmack wird jedoch mit der Zeit etwas säuerlicher. Für den besten Geschmack empfehlen wir, den Kefir innerhalb von 3 bis 4 Tagen zu trinken.

Enthält Wasserkefir Alkohol?

Wasserkefir enthält Spuren von Alkohol als natürliches Nebenprodukt der Fermentation, typischerweise zwischen 0,2 und 0,5 Volumenprozent. Das ist vergleichbar mit reifen Früchten oder Fruchtsäften und liegt weit unter dem gesetzlichen Grenzwert für alkoholfreie Getränke (0,5 %). Bei längerer Fermentation oder Zweitfermentation kann der Alkoholgehalt leicht ansteigen.

Können Kinder Wasserkefir trinken?

Grundsätzlich ja. Aufgrund des sehr geringen Alkoholgehalts und des niedrigen Zuckergehalts ist Wasserkefir für Kinder ab etwa 3 Jahren in kleinen Mengen (100-150 ml) geeignet. Beginnen Sie mit kleinen Portionen, um die Verträglichkeit zu testen. Wasserkefir ist eine wesentlich gesündere Alternative zu Limonade oder Fruchtsaft für Kinder.

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