Unterschied Milchkefir und Wasserkefir

Milchkefir

VS

Wasserkefir

Milchkefir vs. Wasserkefir

Kurz zusammengefasst
Der Unterschied Milchkefir Wasserkefir liegt vor allem in der Basis: Milchkefir wird mit Milch hergestellt und schmeckt milchig-säuerlich, Wasserkefir mit Zuckerwasser und schmeckt fruchtig-prickelnd. Die Körner sind nicht austauschbar, die Mikroorganismen verschieden, und beide Getränke sprechen unterschiedliche Zielgruppen an. In diesem Ratgeber erfahren Sie alles, was Sie für Ihre Wahl wissen müssen.
Wasserkefir mit Kefirkörnern

Wer sich für fermentierte Getränke interessiert, stößt schnell auf zwei Begriffe: Milchkefir und Wasserkefir. Beide werden mit sogenannten Kefirkörnern hergestellt. Beide gelten als probiotisch. Und beide lassen sich ganz einfach zu Hause zubereiten. Doch der Unterschied Milchkefir Wasserkefir ist größer, als viele denken. Von den Körnern über den Geschmack bis hin zu den Nährwerten gibt es entscheidende Abweichungen, die bestimmen, welches Getränk zu Ihnen passt.

In diesem umfassenden Vergleich erklären wir Ihnen alle Unterschiede. Wir schauen uns Herkunft, Zubereitung, Geschmack, Nährwerte und gesundheitliche Aspekte beider Kefir-Varianten an. Am Ende wissen Sie genau, ob Sie Milchkefir, Wasserkefir oder vielleicht sogar beide ausprobieren sollten.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Kefir überhaupt?

Kefir ist ein fermentiertes Getränk, das seit Jahrhunderten hergestellt wird. Der Name leitet sich vermutlich vom türkischen Wort «keyif» ab, das so viel wie «Wohlbefinden» bedeutet. Und tatsächlich: Kefir wird traditionell mit einer ganzen Reihe gesundheitlicher Vorteile in Verbindung gebracht.

Das Besondere an Kefir ist die Fermentation durch Kefirkörner. Diese Körner sind keine Getreidekörner, sondern lebende Kulturen aus Bakterien und Hefen, die in einer Polysaccharid-Matrix zusammenleben. Sie verwandeln die Flüssigkeit, in der sie schwimmen, in ein probiotisches Getränk voller lebender Mikroorganismen.

Wenn Sie mehr über die Herkunft des Milchkefirs erfahren möchten, lesen Sie unseren ausführlichen Ratgeber dazu. Was viele nicht wissen: Es gibt zwei grundlegend verschiedene Kefir-Arten, und genau um diesen Unterschied Milchkefir Wasserkefir geht es hier.

Die Körner: Weiß vs. transparent, und warum man sie nicht tauschen kann

Der sichtbarste Unterschied Milchkefir Wasserkefir zeigt sich bei den Körnern selbst. Obwohl beide als «Kefirkörner» bezeichnet werden, unterscheiden sie sich grundlegend in Aussehen, Struktur und Zusammensetzung.

Milchkefirkörner sind weiß bis leicht gelblich, haben eine blumenkohlartige, unregelmäßige Struktur und fühlen sich weich, elastisch und leicht glitschig an. Sie bestehen aus Kasein (Milchprotein) und Polysacchariden und können bei guter Pflege über Jahre hinweg verwendet werden. Wenn Sie wissen möchten, wie man Milchkefirkörner richtig aufbewahrt, haben wir einen separaten Leitfaden dafür.

Wasserkefirkörner (auch Japankristalle oder Tibi-Kulturen genannt) sind dagegen durchsichtig bis leicht gelblich, kristallartig und deutlich kleiner. Sie bestehen hauptsächlich aus dem Polysaccharid Dextran und wirken wie kleine, glasige Klumpen.

Ganz wichtig: Die Körner sind nicht austauschbar. Sie können Milchkefirkörner nicht einfach in Zuckerwasser legen und umgekehrt. Jede Körnerart hat sich über Generationen an ihr jeweiliges Medium angepasst. Die Mikroorganismen in Milchkefirkörnern brauchen Laktose und Milchprotein, die in Wasserkefirkörnern brauchen Saccharose.

Wenn Sie sich fragen, ob man Milchkefirkörner einfrieren kann, oder ob man die Körner abspülen sollte, finden Sie in unseren speziellen Artikeln alle Antworten.

Die Basis: Milch vs. Zuckerwasser

Der Unterschied Milchkefir Wasserkefir beginnt schon bei der Grundzutat. Milchkefir wird mit Milch hergestellt, Wasserkefir mit einer Zuckerlösung.

Milchkefir benötigt tierische Milch als Nährmedium. Am besten eignet sich frische Vollmilch, da die Fette und Proteine den Körnern die nötigen Nährstoffe liefern. Kuhmilch, Ziegenmilch und Schafmilch funktionieren alle hervorragend. Unser Ratgeber zur Milchauswahl erklärt die feinen Unterschiede. Auch H-Milch kann verwendet werden, auch wenn frische Milch in der Regel bessere Ergebnisse liefert.

Wasserkefir wird mit Wasser und Zucker hergestellt. In der Regel verwendet man etwa 30 bis 50 Gramm Zucker pro Liter Wasser. Oft werden noch Trockenfrüchte (Feigen, Datteln) und eine Scheibe Zitrone hinzugefügt, um den Körnern Mineralstoffe zu liefern und den Geschmack zu bereichern.

Dieser grundlegende Unterschied in der Basis hat Auswirkungen auf alles Weitere: Geschmack, Nährwerte, Verträglichkeit und Einsatzmöglichkeiten.

Geschmack und Textur: milchig-säuerlich vs. fruchtig-prickelnd

Im Geschmack zeigt sich der Unterschied Milchkefir Wasserkefir besonders deutlich, und genau hier entscheidet sich oft, welches Getränk Sie bevorzugen werden.

Milchkefir schmeckt milchig-säuerlich und erinnert an Buttermilch oder Trinkjoghurt. Je nach Fermentationsdauer kann er milder oder kräftiger-säuerlich ausfallen. Die Textur ist cremig bis leicht dickflüssig. Manchmal bildet sich eine leichte Kohlensäure, die für ein angenehmes Prickeln sorgt. Wenn Ihnen Ihr Kefir manchmal zu sauer wird, hilft unser Artikel Milchkefir zu sauer: Lösungen weiter.

Wasserkefir hingegen ist ein erfrischendes, leicht sprudelndes Getränk. Der Geschmack ist fruchtig, mild-süßlich und durch die natürliche Kohlensäure angenehm prickelnd. Viele vergleichen ihn mit einer selbstgemachten Limonade, nur deutlich weniger süß. Durch die Zugabe von Früchten oder Säften bei der Zweitfermentation lässt sich der Geschmack endlos variieren.

Kurz gesagt: Milchkefir ist ein Milchprodukt, Wasserkefir eine Art natürliche Limonade. Beide haben ihren Reiz, bedienen aber völlig verschiedene Geschmacksvorlieben.

Laktosegehalt: Ein entscheidender Unterschied Milchkefir Wasserkefir

Für viele Menschen ist die Frage der Laktose ein ausschlaggebender Faktor bei der Wahl zwischen Milchkefir und Wasserkefir.

Milchkefir enthält Laktose, allerdings in deutlich reduzierter Menge im Vergleich zu normaler Milch. Während der Fermentation bauen die Milchsäurebakterien einen erheblichen Teil des Milchzuckers ab. Viele Menschen mit leichter Laktoseintoleranz vertragen Milchkefir daher gut. Dennoch ist Milchkefir kein laktosefreies Produkt. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Artikel Enthält Milchkefir Laktose? sowie im Ratgeber Milchkefir bei Laktoseintoleranz.

Wasserkefir ist vollständig laktosefrei. Da er mit Zucker und Wasser hergestellt wird, kommt er mit Milch überhaupt nicht in Berührung. Er ist damit die ideale Alternative für Menschen mit Laktoseintoleranz, Milcheiweißallergie oder veganer Lebensweise.

Wer trotzdem Milchkefir genießen möchte, aber Laktose meidet, kann unseren Ratgeber zur Herstellung von laktosefreiem Kefir konsultieren.

Mikroorganismen: Ähnlich im Prinzip, verschieden in der Praxis

Sowohl Milchkefir als auch Wasserkefir sind probiotische Getränke, die eine Vielzahl lebender Mikroorganismen enthalten. Doch der Unterschied Milchkefir Wasserkefir zeigt sich auch hier.

Milchkefir enthält typischerweise eine größere Vielfalt an Mikroorganismen. Studien identifizieren regelmäßig über 50 verschiedene Bakterien- und Hefestämme. Dazu gehören unter anderem Lactobacillus kefiranofaciens, Lactobacillus kefiri, Lactococcus lactis und Hefen wie Saccharomyces cerevisiae und Kluyveromyces marxianus. Diese mikrobielle Vielfalt macht Milchkefir zu einem der probiotisch reichhaltigsten Lebensmittel überhaupt. Mehr dazu in unserem Artikel Ist Milchkefir probiotisch?

Wasserkefir enthält ebenfalls zahlreiche Bakterien und Hefen, jedoch in einer etwas anderen Zusammensetzung. Typische Vertreter sind Lactobacillus hilgardii, Bifidobacterium-Arten und Hefen wie Saccharomyces cerevisiae. Laut einer Studie zur mikrobiellen Diversität von Kefir (PubMed) überschneiden sich einige Stämme, aber die Gesamtzusammensetzung unterscheidet sich deutlich.

Beide Kefir-Varianten liefern probiotische Kulturen, die Ihre Darmflora unterstützen können. Der Milchkefir bietet in der Regel jedoch eine höhere mikrobielle Diversität.

Kefirkörner im Vergleich

Milchkefirkörner Weiß, weich, blumenkohlartig

Wasserkefirkörner Transparent, kristallartig, kleiner

Nährwerte im direkten Vergleich

Wenn es um den Unterschied Milchkefir Wasserkefir bei den Nährwerten geht, zeigen sich deutliche Abweichungen. Die folgende Tabelle gibt Ihnen einen Überblick pro 100 ml:

Nährwert Milchkefir Wasserkefir
Kalorien ca. 60-65 kcal ca. 15-25 kcal
Eiweiß 3,0-3,5 g 0 g
Fett 3,2-3,6 g 0 g
Kohlenhydrate 3,5-4,5 g 4-8 g
Calcium ca. 120 mg Spuren
Vitamin B12 vorhanden nicht vorhanden
Laktose reduziert, aber vorhanden keine
Probiotische Stämme 50+ ca. 20-30
Vegan Nein Ja

Wie Sie sehen, ist Milchkefir ein vollwertiges Nahrungsmittel mit Protein, Fett und wichtigen Mineralstoffen wie Calcium. Wasserkefir hingegen ist kalorienarm, liefert aber weder Protein noch Calcium. Er ist dafür vegan und laktosefrei.

Wenn Sie mehr über die genaue Zusammensetzung erfahren möchten, empfehlen wir unseren Artikel Was ist die Zusammensetzung von Milchkefir?

Zubereitung: Beide einfach, aber mit kleinen Unterschieden

Die gute Nachricht: Sowohl Milchkefir als auch Wasserkefir lassen sich zu Hause kinderleicht herstellen. Der grundlegende Prozess ist bei beiden ähnlich: Körner in die Flüssigkeit geben, 24 bis 48 Stunden fermentieren lassen, abseihen, genießen. Dennoch gibt es beim Unterschied Milchkefir Wasserkefir in der Zubereitung einige Besonderheiten.

Milchkefir herstellen

  1. Ca. 20 g Milchkefirkörner in ein sauberes Glasgefäß geben.
  2. 500 ml frische Milch hinzufügen (am besten Vollmilch).
  3. Mit einem Tuch abdecken und bei Raumtemperatur 24 Stunden fermentieren lassen.
  4. Durch ein Kunststoffsieb abseihen. Die Körner kommen zurück ins Glas, der Kefir ist trinkfertig.

Unsere ultrakomplette Anleitung zur Milchkefir-Herstellung führt Sie Schritt für Schritt durch den Prozess.

Wasserkefir herstellen

  1. Ca. 30 g Wasserkefirkörner in ein Glasgefäß geben.
  2. 1 Liter Wasser mit 30-50 g Zucker auflösen und hinzufügen.
  3. Optional: Eine Feige und eine Zitronenscheibe hinzufügen.
  4. Mit einem Tuch abdecken und 24 bis 48 Stunden bei Raumtemperatur fermentieren lassen.
  5. Abseihen und in eine Flasche füllen. Für mehr Kohlensäure eine Zweitfermentation mit Fruchtsaft durchführen.

Beide Varianten sind unkompliziert. Der Wasserkefir bietet durch die Zweitfermentation mit verschiedenen Früchten oder Säften allerdings mehr Spielraum für geschmackliche Experimente.

Für wen eignet sich welcher Kefir?

Die Frage, welcher Kefir der «bessere» ist, lässt sich nicht pauschal beantworten. Der Unterschied Milchkefir Wasserkefir bedeutet vor allem, dass beide Getränke unterschiedliche Bedürfnisse bedienen. Hier eine Orientierungshilfe:

Situation Empfehlung Warum?
Laktoseintoleranz Wasserkefir Komplett laktosefrei
Vegane Ernährung Wasserkefir Kein tierisches Produkt
Hoher Proteinbedarf Milchkefir Ca. 3,5 g Eiweiß pro 100 ml
Calciumbedarf Milchkefir Hervorragende Calciumquelle
Kinder Milchkefir Nährstoffreich, mild im Geschmack
Soda-Ersatz Wasserkefir Prickelnd, leicht, erfrischend
Maximale probiotische Vielfalt Milchkefir Höhere mikrobielle Diversität
Verdauungsprobleme / Blähungen Beide Beide unterstützen die Darmflora

Für Kinder kann Milchkefir eine ausgezeichnete Ergänzung sein. Unser Artikel Ist Milchkefir für Kinder empfehlenswert? liefert alle Details. Und wenn Sie wissen möchten, wie Milchkefir Ihre Verdauung und Ihr Immunsystem unterstützen kann, lesen Sie unsere Beiträge zu Milchkefir und Verdauung sowie Milchkefir und Immunität.

Kann man beides gleichzeitig machen?

Ja, absolut. Viele Fermentations-Enthusiasten stellen Milchkefir und Wasserkefir parallel her. Der Unterschied Milchkefir Wasserkefir in der Pflege ist gering genug, um beides problemlos in den Alltag zu integrieren.

Die Vorteile, beide Kefir-Arten zu Hause zu haben:

  • Geschmackliche Abwechslung: Morgens ein Glas cremigen Milchkefir, nachmittags ein erfrischendes Glas Wasserkefir.
  • Breiteres Spektrum an Probiotika: Da die Mikroorganismen unterschiedlich sind, decken Sie ein größeres Spektrum ab.
  • Flexibilität für die ganze Familie: Laktoseintolerante Familienmitglieder trinken Wasserkefir, andere genießen den Milchkefir.
  • Weiterverarbeitung: Milchkefir lässt sich zu Kefirkäse verarbeiten, Wasserkefir zu fruchtigen Mocktails.

Der Aufwand ist überschaubar: Beide Kefir-Arten brauchen nur wenige Minuten Pflege pro Tag. Wer sich unsicher ist, wie viel Milchkefir man täglich trinken sollte, findet im Artikel Wie viel Milchkefir pro Tag? eine klare Antwort.

Milchkefir vs. Wasserkefir: Die Zusammenfassung auf einen Blick

Kriterium Milchkefir Wasserkefir
Basis Milch (Kuh, Ziege, Schaf) Zuckerwasser
Körner Weiß, weich, unregelmäßig Transparent, kristallin, klein
Geschmack Milchig-säuerlich Fruchtig-prickelnd
Textur Cremig, dickflüssig Leicht, sprudelnd
Laktose Reduziert, aber vorhanden Keine
Vegan Nein Ja
Protein Ja (ca. 3,5 g/100 ml) Nein
Kalorien ca. 60 kcal/100 ml ca. 20 kcal/100 ml
Probiotische Vielfalt Sehr hoch (50+ Stämme) Hoch (20-30 Stämme)
Fermentationszeit 24 Stunden 24-48 Stunden
Ideal für Milchliebhaber, Sportler, Kinder Veganer, Laktoseintolerante, Limonadenersatz

Mehr über den allgemeinen Vergleich zwischen Milchkefir und Wasserkefir lesen Sie auch in unserem Artikel Der Unterschied zwischen Milch- und Wasserkefir. Und auf Wikipedia finden Sie einen guten allgemeinen Überblick über die Geschichte und Herstellung von Kefir.

Unser Lot-Angebot: Starten Sie mit Milch- und Wasserkefir gleichzeitig

Sie können sich nicht entscheiden? Das müssen Sie auch nicht. Bei Natural Probio bieten wir ein spezielles Kombi-Set an, mit dem Sie beide Kefir-Arten gleichzeitig starten können.

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Fazit: Welcher Kefir ist der richtige für Sie?

Der Unterschied Milchkefir Wasserkefir lässt sich auf einen einfachen Nenner bringen: Es sind zwei verschiedene Getränke mit verschiedenen Eigenschaften, die verschiedene Bedürfnisse erfüllen.

Milchkefir ist die richtige Wahl, wenn Sie ein nährstoffreiches, probiotisches Milchgetränk mit hohem Proteingehalt und maximaler mikrobieller Vielfalt suchen. Er eignet sich hervorragend als tägliches Gesundheitsgetränk, im Müsli, in Smoothies oder sogar zur Weiterverarbeitung zu Kefirkäse.

Wasserkefir ist ideal, wenn Sie eine erfrischende, vegane und laktosefreie Alternative zu Softdrinks und Limonaden suchen. Er ist kalorienarm, vielseitig aromatisierbar und passt zu jedem Lebensstil.

Am besten? Probieren Sie einfach beides aus. Die Fermentation ist ein Abenteuer, und je mehr Kulturen Sie zu Hause haben, desto vielfältiger wird Ihr probiotisches Angebot. Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, warum es sich lohnt, Kefir jeden Tag zu trinken, oder wie die Fermentation von Milchkefir funktioniert, stöbern Sie durch unsere weiteren Ratgeber.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Kann man Milchkefirkörner in Zuckerwasser verwenden?

Nein. Milchkefirkörner und Wasserkefirkörner sind nicht austauschbar. Die Mikroorganismen in Milchkefirkörnern benötigen Laktose und Milchprotein als Nahrungsquelle. In Zuckerwasser würden sie nach kurzer Zeit absterben. Umgekehrt können Wasserkefirkörner die Nährstoffe in Milch nicht verwerten.

Welcher Kefir hat mehr Probiotika?

Milchkefir enthält in der Regel eine größere Vielfalt an probiotischen Stämmen (über 50) im Vergleich zu Wasserkefir (20 bis 30 Stämme). Beide Getränke liefern jedoch eine beachtliche Menge lebender Mikroorganismen und können die Darmgesundheit positiv beeinflussen.

Ist Wasserkefir wirklich zuckerfrei?

Nicht ganz. Wasserkefir wird zwar mit Zucker hergestellt, aber die Kefirkörner verbrauchen einen Großteil des Zuckers während der Fermentation. Je länger die Fermentation dauert, desto weniger Restzucker bleibt. Nach 48 Stunden ist der Zuckergehalt deutlich reduziert, aber nicht bei null.

Kann man Milchkefir bei Laktoseintoleranz trinken?

Viele Menschen mit leichter Laktoseintoleranz vertragen Milchkefir gut, da ein erheblicher Teil der Laktose während der Fermentation abgebaut wird. Bei schwerer Laktoseintoleranz ist Wasserkefir jedoch die sicherere Wahl. Alternativ können Sie laktosefreien Kefir herstellen.

Wie lange sind Milchkefir und Wasserkefir haltbar?

Fertiger Milchkefir hält sich im Kühlschrank etwa 5 bis 7 Tage, wird dabei aber zunehmend säuerlicher. Fertiger Wasserkefir bleibt im Kühlschrank etwa 3 bis 5 Tage frisch. Die Körner selbst halten bei regelmäßiger Pflege unbegrenzt.

Was ist der Unterschied zwischen Milchkefir und Joghurt?

Milchkefir enthält deutlich mehr verschiedene Bakterien- und Hefestämme als Joghurt (50+ vs. 2-6 Stämme). Außerdem wird Kefir bei Raumtemperatur fermentiert und hat eine trinkbare Konsistenz. Unser Artikel Milchkefir vs. Joghurt erklärt alle Details.

Enthält Wasserkefir Alkohol?

Ja, Wasserkefir enthält geringe Mengen Alkohol (in der Regel unter 1 %), die bei der Fermentation durch Hefen entstehen. Das ist vergleichbar mit vielen handelsüblichen Fruchtsäften und gilt als unbedenklich. Milchkefir enthält ebenfalls Spuren von Alkohol in ähnlicher Größenordnung.

Wo kann man lebende Kefirkörner kaufen?

Bei Natural Probio erhalten Sie sowohl lebende Milchkefirkörner als auch ein Kombi-Set mit beiden Kefir-Arten. Alle Körner werden frisch, lebendig und mit Anleitung versendet. Mehr Informationen finden Sie in unserem Artikel Wo kann man lebende Milchkefirkörner kaufen?

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